Eine Ode an Whiskey-Cola

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„Einen Whiskey-Cola, bitte“, sagten wir beide zusammen und waren auch seitdem zusammen.
Bei unserer Begegnung waren wir uns einig, dass der starke Geschmack von Whiskey und das süße Blubbern der Cola die perfekte Mischung für den heutigen Abend ist. Einem ganz normalen Dienstag. In einer ganz normalen Kneipe. In der ich Dich traf.

Du kanntest die besten Zitate aus meinem Lieblingsfilm, ich die schönsten Zeilen aus Deinem Lieblingssong. Und während Du lautstark „Wozu brauch ich denn ’ne Quittung?“ aus Soloalbum durch die schon leere Bar brülltest, wusste ich nicht, ob es an dem Schwips oder an Dir lag, dass ich nicht wollte, dass dieser Dienstag endet.
Darauf noch einen Whiskey-Cola.

Eine Woche später, gleicher Ort, gleiches Getränk. Alle meine Filmszenen waren mittlerweile nachgespielt, alle Deine Songtexte analysiert und zu Tode interpretiert.
Einen Monat später waren meine Lieblingsfilme Deine und Deine Lieblingslieder meine.
Darauf noch einen Whiskey-Cola.

Ein Jahr später haben wir auf unsere erste gemeinsame Wohnung angestoßen – zur Feier des Tages mit Whiskey pur.
Am nächsten Tag hatte ich einen Kater, und Du hast mich gesund gepflegt – mit Cola pur.

Vier Jahre später gibt es den ganz normalen Dienstag in der ganz normalen Kneipe mit Whiskey-Cola immer noch. Aber noch normaler sind die Abende auf der Couch geworden.
Nur mit Cola. Ohne Whiskey.
Denn beschwipst sind wir beide immer noch ein bisschen.

*28.07.2009*

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