Ahoi!

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Es war so: Du und ich gegen den Rest der Welt. Du warst mein Anker, ich der Kapitän.

Doch dann sagte ich „Land unter“ und Du hast die Segel gesetzt. Bist fort. Schneller und weiter als die Winde Dich tragen können. Jetzt steigst Du auf die höchsten Berge, reitest die mächtigsten Wellen, reist in die fernsten Länder. Um das Leben zu spüren. Um Dich zu spüren statt mich.

Du musstest raus, weil ich raus soll. Aus Deinem Leben, Deinen Erinnerungen, Deinem Herzen. Ciao Berlin, hallo Kambodscha, Kalifornien, Karibik. Und von da aus schreibst du allen, die Du oberflächlich kennst, kleine Postkarten-„Hallos“ statt mir ein großes durch die Tür unseres gemeinsam erträumten Strandhauses zu rufen.

Sag mal, Bist du glücklich?

Du schreibst denen „Suasdeys“ und „Saluts“, die Du nie wirklich in Dein Leben gelassen hast. Deshalb sind sie alle noch da. Und ich musste gehen – denn ich war Dir zu nah. Du bist zu weit weg, ich kann Dich nicht hören. Rufst Du zum Abschied „Leb wohl“ oder ist es doch ein „Auf Wiedersehen“? Deine Worte kommen nicht an, aber ich sehe Dich immer noch. Du kannst noch so weit weglaufen.

Hier ist übrigens auch Sonnenbrillen-Wetter, der Mojito ist gemixt, die Badetasche gepackt. Quasi Karibik. Ich steh am Quai und warte, bis das Schiff zurück in den Heimathafen fährt. Bis es soweit ist, mixe ich mir noch einen Cocktail und schaue Richtung Sonne.

Falls es anlegt: vor der nächsten Kreuzfahrt werf’ ich den Anker nicht mehr so weit aus. Oder hüpfe schnell mit an Deck. Wie wär’s mit einem Zwischenstopp Las Vegas? Ich bin schließlich der Kapitän. Ahoi!

 

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