Ich will Liebe, er will radeln

   

Deshalb.

Weil ich dir nicht schreiben kann, dass ich wie fast jeden Sonntag gerne wieder mit dir eine Radtour an der Spree machen würde, weil ich dir viel lieber schreiben würde, dass ich gerne mit dir bei dir zu Hause kochen würde. Dann gemeinsam essen. Mit Kerze auf dem Tisch. Klassisch. Wir würden uns ansehen und immer wieder verlegen wegsehen. Kitschig. Der Wein würde schnell leer. Mein Kopf immer voller mit Gedanken um uns. Und endlich würde ich mich trauen, es dir zu sagen. Dass ich dich mag. Du dich, dass du mich magst. Mehr als einen Sportsfreund.
Dann würde ich bleiben. Über Nacht. Dann gäbe es Frühstück im Bett. Und statt der ollen Radtouren wären wir bis abends immer noch im Bett. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Und wir bekommen nichts davon mit. Denn unsere Welt ist kleiner geworden. 200×140 Zentimeter reichen.

Wir müssten nirgends hinradeln, denn wir sind ja schon da, denke ich. Ziel erreicht. Denn das bist du.

Der Wein ist leer, mein Kopf ist voll, und es ist raus. Ich habe dir gesagt, dass ich dich mag. Du trinkst deinen Wein leer und alles, was außer einem Kater am nächsten Tag kommt, ist eine Whatsapp-Nachricht von dir mit der Frage, ob wir radeln gehen.

Ich will nicht mehr radeln.

Deshalb

Weil ich dir nicht schreiben kann, was ich sonst viel lieber mit dir machen würde.

Jetzt schreibe ich dir jetzt gar nichts mehr. Denn du fährst einfach gerne Rad zu zweit, aber ich wüsste gerne wohin.

Ich fahr mal weiter. Alleine bin ich schneller. Ich bin sicher, ich sehe dich wieder. Sonntags auf halber Strecke.

Advertisements

8 Kommentare

  1. Bist du dir sicher, dass er nur radeln will und könntest nicht du das Ziel bestimmen? Ich glaube, dass manche Menschen gezogen werden müssen. Zumindest eine Weile.

  2. Ist das nicht der Moment an dem man sich auf der Radtour eine kleine Pause gönnt, sich auf die Decke legt und sich frägt ob man nicht beides machen kann? Radlen und Nicht-Radeln?

  3. Liebende Evelyn

    „Die Ästhetik der Wahrhaftigkeit“ ist ein Buch
    namens „Die rote Blume“ zweier Autorinnenfreundinnen
    Und Sie gelebt kennst Du keine Angst vor Ihm Dir und was Es für Folgen hätte
    Wenn..
    Ich liebe Frauen die sich selber treu sind
    In Ihrem Nein in Ihrem Ja
    Und die erste Liebe ist und bleibt Dich selbst zu lieben
    Wenn dann ein Mann Dir nicht mehr folgen kann
    Lass Ihn ziehn
    Wenn Er zu schwach
    Oder Du Dir untreu
    Wirst Du Schwächlinge anziehn

    Sei frohgemut lachend dann wird alles gut
    dankend
    Dir Joachim von Herzen begeisterter Pfingstfeierer trunken vom Wein der Liebe

    • Welche ausführliche Worte. Und das von einem Mann. Vielen Dank, ich werde es mir beherzigen. Dann habe ich ja bisher nicht wirklich viel falsch gemacht. Das ist beruhigend.

      • Liebende Evelyn

        Nach Carl Gustav Jung hat jeder Mann eine Anima
        Wie Du einen Animus
        Es ist nur die Frage getraust Du Dich Deinen männlichen Wesensantei zu leben
        Ich den meinen wohl

        Das Konstrukt von richtig und falsch
        In den Bildungsanstalten 1 oder 6
        Plus oder Minuspunkt
        In der Schule des Lebens ist jede Erfahrung ein Erkenntnisgewinn
        Ganz tiefenwirkend die so benannten falschen denn Sie lehren mich ja
        mein Denken Wollen Tuen entsprechend ändern zu können

        danke lächlend auch Ich habe mich schon fast fertig beruhigt…
        Dir Joachimsherz

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s