Liebeskummer wegen einer Frau

 

Jetzt ist sie weg. Und ich bin wieder allein, allein. Allein in der großen Welt. USA. Los Angeles.

Die letzten drei Wochen habe ich Tag und Nacht mit ihr verbracht: mit Inna. Meiner Freundin.

Und obwohl ich so weit weg war von meinem Berlin, hatte ich keine Angst, vor nichts und niemandem. Denn sie war ja da. Inna.

  
  

Ich weiß, dass sie immer nach mir einschläft, im Bett noch stundenlang auf ihr iPhone hämmert. Weiß, dass sie morgens wieder Stunden vor mir wieder wach ist, mich mit „Rosaaarchen!“ aufweckt, und ihr Ladekabel sucht. Handyakku leer.

Dank ihr wusste ich immer, was der Tag von mir erwartet, denn Inna hatte einen Plan. Der war so voll, dass das Frühstück keinen Platz hatte. Also machten wir die Inna-Diät. Jetzt bin ich drei Kilo leichter. Und auch ansonsten fehlt mir etwas. Inna.

Ich kann nicht einschlafen. Ich brauche es, dieses Gefühl, dass da jemand ist. Ich mag nicht aufstehen, weil keiner meinen Namen ruft.

  

 Jetzt darf ich wenigstens lange und viel frühstücken. Hab aber gar keinen Hunger. Denn wofür soll ich mich stärken? Der Roadtrip durch die USA ist vorbei. Nächster Halt Endstation. Warum ist es aus? Verdammt, ich habe Liebeskummer.

Aber endlich wegen einer, die ihn wert ist. Denn ich weiß, sie fühlt genauso. „Don’t make me sad, Don’t make me cry. Sometimes love is not enough and the road gets tough. But we carry on.“

Lana Del Rey. Unser Lied. Die Straße braucht uns, Inna, plan doch bitte schon mal die nächste Route! We carry on.

 

Übrigens: Hab dein Ladekabel gefunden. Unter meinem Kissen. 

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3 Kommentare

  1. Wie schön, so etwas und so jemanden im Leben gefunden zu haben und dies auch bewahren zu können. Und das Schönste ist, sie ist nicht für immer weg – vielleicht macht das dein Herz ein wenig leichter und die Lust aufs Weiterreisen größer. Denn nun ist da wieder ein Platz neben dir frei, der ganz bestimmt mit einen tollen Wesen gefüllt wird. Lass es dir gut gehen! Und genieß diese atemberaubende Aussicht – ich glaube kein Foto kann einfangen, wie es sich wirklich für euch angefühlt an diesen Orten zu sein. *hach* reise in Gednaken mit 🙂

  2. Belinda hat in ihrem Kommentar einen schönen Satz geschrieben: „Denn nun ist da wieder ein Platz neben dir frei, der ganz bestimmt mit einen tollen Wesen gefüllt wird.“ So toll eure gemeinsame Zeit auch war – und zwei Freundinnen auf Tour ist schon was Besonderes – so spannend wird es auch sein, die Reise nun allein fortzusetzen. Meine Erfahrung: Vollkommen selbstbestimmt durch den Tag zu gehen, jede Entscheidung allein zu treffen und genau das zu machen, was ich, ich, ich gerade will – und wenn es jede Minute was anderes ist, sich widerspricht – wen stört’s? Und dann die Riesenchance, Menschen zu begegnen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Weil du allein bist und gern mal plaudern willst. Zu zweit ist dieses Bedürfnis nicht so stark. Allein bist du weitaus empfänglicher für die Welt um dich herum. Ganz viel Spaß dir! Bin gespannt, was du noch so schreibst … Lese gern von dir, Evelyn!

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