Eine Ode ans Faulenzen

Bildschirmfoto 2016-07-28 um 07.19.52

Nichts, gar nichts habe ich heute gemacht. Meine Hängematte, ein Buch und ich.

Jack Kerouacs „On the road“. Mal wieder. In Gedanken fahre ich den Roadtrip mit. Aber in Wirklichkeit bleibe ich stehen. Liegen, um genau zu sein. In meiner Hängematte.

Und es war herrlich.

Nichts ist passiert. Augenscheinlich. Denn ich liege hier ja immer noch.

Warum wollen wir immer weg, weiter, höher? Wohin auch immer. Wenn es doch hier und jetzt einfach prima ist. Dope, wie meine Freundin Inna sagen würde.

Ich lese zwei Seiten, dann noch eine, dann ist aber auch Schluss für die nächsten zehn Minuten. Pause von der Pause. Oder war es eine Stunde, in der ich die Augen zugemacht habe? Kurz weggedöst. Zwischenzeitlich in New York, Chicago, Denver, aber bin immer noch hier in meiner Hängematte.

Ob ich jemals wieder aufstehen will? Ob ich es kann? Zum Glück steht die selbst gemachte Zitronenlimonade neben mir. Ich muss es nicht herausfinden. Noch nicht.

Eine Decke ziehe ich mir mit der linken Hand über die Beine, wird frisch. Mit der rechten greife ich in die Keksschachtel. Noch einer drin.

Hups, da wäre ich doch glatt aus meiner Matte geplumpst: Evelyn, Evelyn, Evelyn! Ich höre meinen Namen. Nein, nein, nein, will nicht aufstehen. Will nicht aufhören zu hängen.

Aber ich muss. Ich wollte doch noch einkaufen. Und aufräumen, Mails schreiben, waschen. Und, natürlich, arbeiten! Danke für die Erinnerung.

Ach, Unterbewusstsein, ich hatte alles so schön vergessen.

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