Es ist aus – und warum geht es keinem besser?

Er merkt, dass etwas anders ist. Aber dafür ist er nicht verantwortlich, sondern sie.

Sie ist komisch geworden. Geht immer weg. Kommt immer später zurück. Also macht er sein eigenes Ding.

Sie leben wie in einer WG. Gemeinsames Bad, einzelne Betten. Denn er schläft immer häufiger auf der Couch ein. Bleibt dann da.

Sie merkt, dass etwas anders ist. Aber dafür ist sie nicht verantwortlich. Er ist komisch geworden. Schaut sie nicht mehr an. Hört ihr nicht mehr zu. Also macht sie ihr eigenes Ding.

Irgendwann reden beide nicht mehr miteinander. Nur übereinander. Beklagen sich bei Freunden über sie und ihn. Sagen, wie schlecht es ihnen geht. Dass die Beziehung sie erdrückt. Er ist einfach zu viel geworden. Sie nur noch ein Anhängsel.

Befreiungsschlag.

In zwei Jahren ist Schluss. Bis dahin wird er eine beste Freundin haben, die viel mehr als das ist. Bis dahin wird sie was mit drei Männern angefangen haben. Ohne dass sie wirklich Lust darauf hatte. Ohne dass sie sich daran erinnern will. Es sollte nur dieses Gefühl übertünchen. Dieses Gefühl der Last. Sie wollte, dass alles wieder leicht ist. Stattdessen wurde es immer schwerer, sie schwächer.

Jetzt ist alles zusammengebrochen. Sie. Er. Die Beziehung. Endlich. Den Grund fürs Scheitern kennen sie bis heute nicht. Werden sie nie erfahren. Denn niemand hat jemals etwas gesagt. Es war dann halt Schluss. Ist ja auch besser so. Oder? Ihnen ging es ja nicht mehr gut.

Aber warum geht es ihnen jetzt nicht besser?

Wir sind all das, weil wir das eine nicht sein können

Wir klettern auf Bäume. Wenn wir oben sind, essen wir Äpfel. Oder Birnen. Was halt da ist. Oder mitgebrachte Gummischlangen. Wie früher.

Wir sind wie Kinder.

Wenn der eine was hat, was der andere nicht bekommen kann, streiten wir, sind eifersüchtig. Am liebsten würde ich dich an den Haaren ziehen, petzen, aber fünf Minuten später wieder vertragen. Denn am Ende gönne ich es dir natürlich. Alles Glück der Welt. Und du mir.

Wir sind wie Geschwister.

Wenn ich was habe, rufe ich dich an. Auch um fünf Uhr in der Früh. Du hast dich nicht darüber beschwert. Nur deine Freundin. Als sie dich rausgeworfen hat, habe ich dich reingelassen. Um fünf Uhr in der Früh. Ich habe mich nicht darüber beschwert. Nur deine Freundin.

Wir sind wie beste Freunde.

Dein Hund hört nicht auf dich. Aber auf mich. Also komme ich mit euch in den Park, sage „Sitz“ und Carl macht Sitz und du sagst „brav“ und „fein“ und freust dich über deine Erziehungserfolge. Und ich freue mich, dass du dich freust. Fein.

Dann sind wir wie Mama und Papa. Du, ich und Carl, der Hund.

Du lachst. Ich höre dich. Ich sehe dich. Ich fühle. Dich.

Wie Kinder. Wie Geschwister. Wie beste Freunde. Wie Eltern.

Eben nur WIE.

Wir sind all das, weil wir das eine nicht sein können.

Das, was wir eigentlich sind. WIR statt WIE. Ein Paar.

Das weißt du, das weiß ich. Du sagst nichts. Ich sage nichts.

Du lachst immer noch. Ich auch. Und wir gehen mit Carl nach Hause. Ich zu mir. Du zu ihr.

Ich will mit dir das schlechteste Date aller Zeiten 

Das perfekte Dinner — Plastikgeschirr, Kaffeeweißer, ich zahle

Ich will mit dir das schlechteste Date aller Zeiten.

Ich will, dass ich dich frage statt du mich. Curry 36 statt Bocca di Bacco. Plastikgeschirr statt Kristallgläser. Du holst mich nicht ab. Ich muss zahlen. Du isst so laut, dass ich den Verkehr am Mehringdamm nicht höre. Ketchup hängt dir im Bart, landet auf deiner Lederjacke. Ist dir egal. Du gibst dir keine Mühe, mir zu gefallen.

Zwischen Pommes und Schultheiss höre ich „ich, ich, ich“, niemals „du“, erst recht nicht „wir“. Kein Nachtisch. Ich bin satt.

Ach, wäre das schön. Ein Traum-Date. Das wird einfach toll, weil einfach wahnsinnig schlecht. So soll es sein, so stelle ich es mir vor.

Ich will mit dir das schlechteste Date aller Zeiten.

Weil ich dich dann endlich aus meinem Kopf verbannen kann. Dich und die Vorstellung, dass du so toll bist und daher alles mit dir toll wäre.

Die Wahrheit hinter der Currywurst-Idee ist, das mit uns geht jetzt alles schon viel zu lange. Das, was nicht passiert. Zu oft habe ich mir ausgemalt, was ich alles mit dir machen würde. Am Ende ist der Traum größer als die Realität. Die Wahrscheinlichkeit, dass alles wirklich so aufregend sein würde, kleiner, als ich es mir ausgedacht habe.

Von daher: Lass es uns einfach tun. Ein Date. Ich bin bereit. Ich bin dafür bereit, dass es richtig schlecht wird, die Träume hinter meinen verschlossenen Augen verschwinden, ich endlich aufwache.

Nein, ich mache mir wirklich keine Hoffnung, dass es am Ende doch fabelhaft sein würde. Ich will nicht mehr weiterträumen. Ich will endlich aufwachen. Ohne dich.

Männer mit Freundin

 

 

Da gibt es diese Männer. Die sind immer da. Aber nie so ganz.

Denn sie haben eine Freundin.

Sie rufen an, schreiben, treffen sich mit dir. Sie wollen immer wissen, wie es geht. Fast schon könnte man meinen, sie mögen dich. „Ich mag dich“, sagen sie. „Aber ich habe eine Freundin.“

Aber damit weißt du nichts anzufangen.

Also geht es weiter wie immer. Freunde. Ihr trefft euch, küsst euch nie. Und doch seid ihr euch näher als ihr je einer anderen Person wart. Du scrollst durch deinen Whatsapp-Chat und 2368 geteilte Medien. Auch wenn ihr nicht zusammen seid, habt ihr jeden Moment geteilt.

Als er seine elektrische Zahnbürste zum ersten Mal testete und so viel Schaum vor dem Mund hatte, dass er ihn per Schnappschuss mit dir teilen musste. Als er auf der Straße ein kleines Mädchen sah, das einen Einhorn-Rucksack trug. „Bist du das?“, lautet die Bildunterschrift.

Dann kommt es raus. SIE sieht das Foto und 7699 Nachrichten und macht Schluss. Und du fragst, ob du nun seine Freundin bist. „Nein, ich will sie zurück. Aber bitte bleib, sonst bin ich ja ganz allein.“

Du tust das, was du schon längst hättest tun müssen, du gehst. Er weint. Du bist verwirrt.

Die Alte wird seine Neue und er löscht dich bei Facebook. Das wollte sie so. Vertrauensbeweis. Jetzt schreibt ihr euch ohne Facebookfreundschaft, ohne dass bei Whatsapp der Name des anderen erscheint.

Nur die Nummer. Die hat sich in deine Augen gebrannt. Immer wenn sie auf dem Display erscheint, schreckst du zusammen. Wird es das letzte Mal sein?

Aber es klingelt immer wieder.

Nach einer Trennung sieht man überall Pärchen – ich sehe überall L.A.

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Foto: Florian Wassily Kazimirski

 

Nach einer Trennung sieht man überall küssende Pärchen.

Wenn man abnehmen will, denkt man nur ans Essen.

Und ich sehe seit meiner Ankunft aus den USA überall L.A.

Ich lande und am Flughafen hängt erst einmal ein riesiges Werbeplakat eines Strandes. Den kenne ich doch. Da war ich surfen. Malibu. Na toll, kaum gelandet, will ich wieder zurück.

Ich gehe shoppen. Warme Kleidung, denn hier ist es kalt. Meine kurzen Hosen kann ich in Deutschland nicht mehr tragen. Tschüss, Sommer, hallo, Herbst. Doch ich sehe in den Läden nur Shirts im Sommerschlussverkauf mit den Aufschriften California, Los Angeles, Venice und Santa Monica.

Verfolgungswahn.

Selbst wenn ich fliehe. In meine Heimat Saarland. Ich bin im Zoo. Raubvogel-Show. Als ich den Falkner überzeugen will, mir statt des Geiers doch bitte unbedingt das Wappentier der USA auf den Arm zu setzen, bekomme ich seine Antwort nicht mit. Ich bin von seinem Shirt abgelenkt. Da steht in großen Buchstaben Huntington Beach. Da war ich doch gerade noch.

Meinen Arm schützt jetzt ein lederner Handschuh, der Weißkopfseeadler ist im Anflug. Buff. Gelandet. Wow, was für ein Tier.

Den Falkner habe ich vergessen, das Shirt auch.

Denn Amerika ist ja jetzt hier. Ganz nah. Auf meinem Arm. Groß, schwer, mächtig.

Das Wappentier der USA ist mir auf der anderen Seite der Welt nicht begegnet. Da musste ich schon zurück nach Deutschland kommen.

L.A. fliegt mir hinterher.

  

 

  

Ich bin hier. Und du ganz schön weit weg.

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Kein Hip. Kein Hop. Techno.

Ich bin wieder in Berlin.

Zwischen dem hundertelften BUMM und dem zweihundertzwölften TZZZ wird es kurz leise.

Und in meinem Herzen ganz laut. Da war es. Dein Lachen. Da warst doch Du?

Endlich Musik.

Ich blicke auf. Um mich herum ist alles dunkel. Alles gleich. Alle gleich.

Wo bist du?

Ich laufe durch den Club, um dich zu suchen. Und finde dich in jeder Ecke.

Stroboskop. Jedes Flackern des Lichts ein Teil von dir.

Da, da bist du doch. Ich setzte das Puzzle zusammen.

Dein Lachen wieder. Aber ne, der Mund ist viel zu schmal, die Witze sind zu flach.

Deine Hand. Tätowiert. Die Buchstaben auf der Haut stehen für etwas anderes.

Dein Arm. Muskulös, ja. Aber nicht stark genug, um mich zu halten.

Deine Schuhe. Blaue Nike. Cool. Ein paar Nummern zu klein.

Dein Duft. Burberry. Zu schnell verflogen, um ihm folgen zu können.

Dein Blick. Nicht gerichtet auf mich.

Dein Drink. Champagner mit Tequila. Ich trinke ihn dann mal aus.

Stroboskop. Jedes Flackern des Lichts ein Teil von dir.

Aber ich bekomme das Puzzle nicht zusammen. Das Licht ist zu schwach. Der Techno viel zu laut. Und das Lachen wird immer leiser.

Echo.

9000 Kilometer.

Ich bin wieder hier. Berlin.

Und du bist ganz schön weit weg.

L.A.

Mein L.A. 

Die Vergangenheit reist immer mit

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Ich bin so weit weg. Über 10 000 Kilometer. Es ist so lange her. Mehr als nur ein Jahr.

Und jetzt sitze ich hier auf einem Sonnendeck in Los Angeles.

Und du bist auch hier.

Du und die Geschichte, die wir geschrieben haben. Ich habe immer auf ein Ende gewartet. In Gedanken dazugedichtet, wegradiert, bis endlich das dasteht: Happy End. Schöne Storys habe ich mir ausgemalt. Ich könnte aus jeder eine Kolumne machen. 52 im Jahr.

Das, was immer noch geblieben ist, ist das hier. 52 Zeilen jede Woche in der B.Z. AM SONNTAG. Und natürlich hier.

Du bist sie, diese Kolumne. Du, der eine. Und er, der andere, der weniger als eine Zeile verdient hätte. Jetzt sitze ich hier, esse mein Granola-Müsli, trinke meinen Spinat-Shake und blicke über die ganze Stadt.

Freiheit. Loslassen. Durchatmen.

Ich könnte über all das Schöne hier schreiben. Über die neuen Möglichkeiten, neuen Perspektiven, neuen Männer. Mache ich ja auch. Doch plötzlich ein Piksen in meinem Herzen. Die Erinnerung. Du.

Der Spinat-Shake hilft da nicht.

Ich brauche keine Vitamine.

Freiheit. Loslassen. Durchatmen.

Wo und wann, wenn nicht jetzt und hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Ich setze mich ins Auto, Verdeck runter, Jefferson Airplane an. „Don’t You Want Somebody To Love?“ Ja, Mann.

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Ich fahre über den Sunset Boulevard. Bis die Sonne untergeht. Sunset. Jetzt ist sie weg, du bist noch da. Ein bisschen.

Es wird vielleicht immer so sein.

Es ist okay.

Denn ich bin da. In L.A..

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Abfahrt. Ohne mich.

 

Sitzengelassen by Tom Kielhorn

Sitzengelassen by Tom Kielhorn

 

An Tagen wie diesen verfluche ich die Welt, die nicht meine ist. Zug verpasst. Fehlstart in den Tag.

Tagelang nicht mein Tag.

Also mache ich das, was ich am besten kann: Ich weine. Ich sitze heulend am Bahnsteig. Und alle halten mir Taschentücher unter die Nase, fragen, ob sie helfen können. NEIN! Ich will, dass sie mich alleine lassen. Denn das bin ich. Und darum geht es eigentlich. Und daran können sie nichts ändern. Es geht mir nicht im Moment schlecht, sondern generell. Und da nützt kein Tempo. Aber ich nehme trotzdem eins. Danke. Für nichts.

Alle sind verliebt, denke ich jetzt in meiner Wut. Ständig verliebt. Immer frisch. Immer neu. Immer rosarot. Statt wie bei mir immer blauschwarz. Zack, die nächste. Ersetzt. Peng. „Der Platz neben mir ist noch frei“, sagen sie. „Ach, hallo“, und weiter geht die Fahrt. Nur bei mir nicht.

Ich sitze auf dem Bahnsteig und winke denen im Partyzug der Liebe zu. Ich sitze draußen mit Ticket und Tempo in der Hand, tschöö! Darf nicht mit. Die da drin, ich da draußen. Ich heule weiter, weil ich in diesem Moment einfach nichts anderes machen kann. Ich würde mich gerne wie ein Kind auf den Boden werfen, mit den Händen auf den Asphalt trommeln und einfach laut los schreien. AAAHHH! Bis, wie damals, Mama kommt, mich in den Arm nimmt, und sagt: „Es wird alles gut.“ Aber es wird nicht gut. Es wird nie gut. Denn es kommt ja nie jemand.

Also weine ich weiter und weiter und weiter, und weiß nicht, wann das enden soll.

„Ach Kleene, der nächste Zug kommt doch gleich“, sagt ein älterer Herr neben mir und hält mir ein Tempo hin. Er lächelt. Ich nehme es, heule und schnäuze. Und lächle auch. Ein bisschen.

Ich stehe auf. Und geh‘ zu Fuß.

Sie ist die verdorbene Sahne auf meinem Schokoeis 

Ich schaue sie mir an und verstehe es wirklich nicht.

Die Frau ist kleiner als ich, deshalb kann ich ihr auf den Kopf schauen. Sie hat fettige Haare. Braun. Kurz. Nur kurz in Mode gewesen: Mireille Mathieu. Das Kleid sieht aus als wäre es von der Queen. Nicht royal. Noch nie in Mode gewesen. Nur Elizabeth II. kann und darf das tragen.

Ihr Gesicht ist aufgequollen, sie sieht alt aus. Die Neue von dir, meiner alten Liebe. Ich erfahre: sie ist jünger, angeblich genauso groß wie ich, und das in ihren Haaren sei Gel. Das Kleid stehe ihr übrigens total toll. Findest du.

Ich versuche sie ganz neutral zu betrachten. Nicht als die Neue, die das hat, was ich will. Dich. Sondern als ganz normale Frau. Es hakt. Es hakt an den Pfennigabsätzen, dem Bauchansatz, der Brille trotz Sehstärke.

Was um Himmels Willen findest du an ihr? Warum sie, nicht mehr ich?

Wenn Bilder schmecken würden, wäre sie die verdorbene Sahne auf der Kugel Schokoeis. Du bist Schoko.

Doch schmeckt die Sahne nicht, schmeckt die Kugel auch nicht mehr. So ist es mit dir. Das Eis ist verschmolzen. Alles sauer jetzt.

Sie hat dich downgegradet.

 

Nach Monaten Schockstarre sehe ich endlich klar. Nichtmehr blauschwarz, nicht mehr rosarot.

Erinnerung an uns weg. Sie immer noch da. Was ich jetzt sehe: ein Paar, das besser nicht zusammenpassen könnte. Sie trägt immer noch dieses „Gel“ in den Haaren. Du jetzt auch – in den Strähnen, die Dir geblieben sind. Oder sahst Du immer schon so aus?

Gott, war ich verliebt. Gott, war ich blind. So wie er jetzt.

 

Mein Herz kotzt Euch in Regenbogen-Farben

Der Moment ist vorbei. Aber er bleibt an mir haften wie Klebefolie.
Ich und du sind getrennt. Aber ich und die Klebefolie, wir sind eins.

Der Moment ist vorbei. Aber dieses eine Bild bleibt. Selbst wenn ich die Augen schließe, sehe ich dich. Und sie.

Sehe ich dich, wie dein rechter Arm an ihrer linken Hüfte liegt. Sehe ich dich, wie sich dein Kopf langsam zu ihr herunterbewegt und du an ihrem Hals riechst.

Sehe ich sie, wie sie lacht, deinen Oberkörper mit beiden Armen umschließt, sie ihren Kopf auf deine Brust legt.

Knock-out. Kann nicht riechen, nicht hören, nur sehen. Das Bild ist überzeichnet stark, hat sich wie ein Blitz in mein Gehirn eingebrannt.

Zu scharf, zu bunt, zu klar. Instagram-Filter X-Pro-II statt Sepia. Meine Welt ist von jetzt an schwarz-weiß, aber dieses Foto verblasst nie. Ein Klick für die Ewigkeit. Mein Herz kotzt euch in Regenbogen-Farben.

Der Moment ist vorbei. Ich versuche, ihn noch zu riechen, versuche, das Parfum an ihrem Hals wegzuschnuppern, damit du das nicht kannst. Aber: Ich rieche nichts.

Der Moment ist vorbei. Stille. Ich höre nichts.

Der Moment ist vorbei. Aber ich stehe immer noch in Jonas’ Wohnzimmer. Bin auf diesem 28. Geburtstag unseres gemeinsamen Freundes, auf den du deine neue Freundin mitgebracht hast. Einfach so. Ohne Vorwarnung.

Verletzend. Und das wird es immer sein. X-Pro-II statt Sepia. JPEG statt Polaroid.

Das ist kein Moment, das bist du, der nicht als Verlierer vom Schlachtfeld gehen wollte. Von unserem Schlachtfeld, auf dem jeder gekämpft hat. Ich für dich. Du für mich. Wir nie für uns.

Sie ist ein Moment. Sie ist dein Schutzschild. Du versteckst dich.

Ich habe lange nicht gesehen, wie verletzt du wirklich warst.