Playmate für einen Tag! (Fast)

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Vor das Haus des Playboy-Gründers Hugh Hefner habe ich es schonmal geschafft


Am Frustrierendsten sind doch die Dinge, die man nicht zustande bekommen hat. Nur so halb. Fast.

► Ich hätte beinahe den Vorlesewettbewerb in der 5. Klasse gewonnen. Doch dann schlug die eine mit der Faust auf den Tisch, schaute die Jury mit aufgerissenen Augen an, als Birk Borkason vor Ronja Räubertochter in den Höllenschlund rutschte. Sie las nicht mehr, sie schauspielerte schon. Das war nicht erlaubt. Sie hat aber gewonnen. Und ich nur fast. Zweite.

► Ich habe fast ein 1er-Abi, nur vor dem Komma steht ‘ne 2.

► Ich wäre fast in den Playboy gekommen. Ich habe es aber nur auf Hugh Hefners Anwesen geschafft, nicht ins Heft.

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Yes, ich sitze an der sagenumwobenen Grotte des Playboy-Anwesens

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Ganz ungestelltes Flanieren an Hefners Pool

► Ich hätte fast ‘n Durchbruch gemacht. Dann hätte ich jetzt eine größere Wohnung.

► Ich hätte fast ein Buch geschrieben. Erstes Kapitel steht. Die restlichen 476 Seiten fehlen halt noch.

► Ich wäre mal fast mit diesem einen Typen zusammengekommen. Wir waren auch eigentlich zusammen. Jeden Tag, jede Nacht. Aber das wusste außer uns keiner. Also waren wir offiziell kein Paar, nur so halb. Fast.

Alles, was wir nur so halb geschafft haben: Wir warten darauf, dass es doch noch vervollständigt wird.

Vielleicht war es nur nicht der richtige Moment.

Irgendwann, Ying-Yang, führt das eine zum anderen, halb wird ganz.

Dann gewinne ich einen Wettbewerb, mache den Durchbruch, schreibe ein Buch, kriege diesen Mann. Oder halt ’nen anderen.

Fast wäre Birk in den Höllenschlund gefallen. Ronja rettete ihn. Mann, die Vorleserin hätte echt mal nicht so übertreiben sollen. Birk: „Räubertochter, wir sehen uns wohl mal wieder!“

Haben sie ja. Nicht nur einmal. Nicht nur fast.

…Und ich musste keine Hasenohren aufsetzen, um mich einen Tag wie ein Playmate zu fühlen. Ich kam auch so auf das Playboy-Anwesen Hugh Hefners in Beverly Hills. So kann man die Dinge notfalls auch sehen.

Der 1. Preis beim Vorlesewettbewerb war übrigens ein Buch. Meine Mama hat mir „Fünf Freunde“ dann so gekauft. Kam aufs Selbe raus.

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Inna und ich auf dem Bett in Hefners Partyhaus. Wir haben uns erst später Gedanken darüber gemacht, was hier alles passiert sein mag…

Du nimmst mich an der Hand und ich bin zu Hause – Lala Land

Ich wollte doch nur mal so schauen, wie es so ist. Ob das wirklich alles echt war oder ich nur geträumt habe.

Ob der Himmel wirklich so blau war und ich auf einmal wieder so leicht bin. Schwerelos. Sorglos. Ob es wirklich so süß gerochen hat, ob wirklich alles besser war.

Ich setze die Sonnenbrille auf, denn auf einmal ist alles wieder so hell. Auf einmal bin ich wirklich wieder da.

Ich atme tief ein. Es riecht süß. Als würden alle Blumen, deren Namen ich gar nicht kenne, gleichzeitig anfangen zu blühen. Es ist laut. So laut, dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst hinhören soll. Die Musik aus dem Lautsprecher, Travis Scott. Der Autofahrer hinter mir, der hupt, weil ich zu spät die Ausfahrt gesehen und nach rechts gelenkt habe. Passiert. Auf dem Weg zu dir. Auf dem Weg zu unserem Platz.

Es gibt so viel zu sehen, dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst hinsehen soll. Du bist noch genauso bunt, du bist noch genauso XXL. Nachts blinken die Lichter auf dem Sunset um die Wette. Tagsüber übertrumpfen sich die dünnen Palmen, wer der Sonne am nächsten kommt.

Dann sehe ich dich. Da, da bist du. Du nimmst mich an der Hand. Du bist da und ich bin da. Und alles ist gut. Berlin in L.A. Am Venice Beach.

Es ist immer noch laut. Ein Skater, der schimpft, weil ich ihm den Weg geschnitten habe. Passiert. Hatte nur Augen für dich. Ein Musiker, der mir seine CD anpreist Und anfängt zu rappen, eine Gitarre, auf der „Stairway to Heaven“ geklimpert wird. Alles viel, alles bunt, alles laut.

Aber mein Herz schlägt am lautesten.

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Nach einer Trennung sieht man überall Pärchen – ich sehe überall L.A.

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Foto: Florian Wassily Kazimirski

 

Nach einer Trennung sieht man überall küssende Pärchen.

Wenn man abnehmen will, denkt man nur ans Essen.

Und ich sehe seit meiner Ankunft aus den USA überall L.A.

Ich lande und am Flughafen hängt erst einmal ein riesiges Werbeplakat eines Strandes. Den kenne ich doch. Da war ich surfen. Malibu. Na toll, kaum gelandet, will ich wieder zurück.

Ich gehe shoppen. Warme Kleidung, denn hier ist es kalt. Meine kurzen Hosen kann ich in Deutschland nicht mehr tragen. Tschüss, Sommer, hallo, Herbst. Doch ich sehe in den Läden nur Shirts im Sommerschlussverkauf mit den Aufschriften California, Los Angeles, Venice und Santa Monica.

Verfolgungswahn.

Selbst wenn ich fliehe. In meine Heimat Saarland. Ich bin im Zoo. Raubvogel-Show. Als ich den Falkner überzeugen will, mir statt des Geiers doch bitte unbedingt das Wappentier der USA auf den Arm zu setzen, bekomme ich seine Antwort nicht mit. Ich bin von seinem Shirt abgelenkt. Da steht in großen Buchstaben Huntington Beach. Da war ich doch gerade noch.

Meinen Arm schützt jetzt ein lederner Handschuh, der Weißkopfseeadler ist im Anflug. Buff. Gelandet. Wow, was für ein Tier.

Den Falkner habe ich vergessen, das Shirt auch.

Denn Amerika ist ja jetzt hier. Ganz nah. Auf meinem Arm. Groß, schwer, mächtig.

Das Wappentier der USA ist mir auf der anderen Seite der Welt nicht begegnet. Da musste ich schon zurück nach Deutschland kommen.

L.A. fliegt mir hinterher.

  

 

  

Ich schwimme im Glück

Ich liebe Sommer, ich liebe Los Angeles, ich liebe diese Nacht. Und ich liebe diesen einen Ort, von dem ich dachte, ihn niemals erleben zu dürfen.

… Oder nur für sehr, sehr viel Geld. Aber ich bin drin.

Alle waren sie hier. Die großen und die kleinen Helden. Hier sind sie entstanden. Die großen und die kleinen Geschichten.

Jim Morrison fiel vom Dach, James Dean sprang aus einem Fenster. Beide überlebten. John Belushi nahm in Bungalow 3 des Hotels viel Kokain und Heroin. Er starb. Lindsay Lohan soll eine offene Rechnung von 46 000 Dollar haben, Britney Spears darf hier nicht mehr rein.

Aber ich, ich bin wirklich wirklich drin.

Im Garten vom Château Marmont. Man muss sich das so vorstellen: In einer Vier-Millionen Stadt, an einer vierspurig befahrenen Straße. XXL-Leuchtreklame „Sexy Girls“. Hier ist es grell, hier ist es verdammt laut. Und auf einmal ist es ruhig und dunkel, mitten auf dem Remmi-Demmi-Boulevard von Los Angeles.

Genau dann, wenn sich ein kleines Gartentor öffnet. Ich habe mich immer gefragt, was dahinter steckt. Jetzt weiß ich es.

Eine Oase. Ich schwimme im Pool, ich schwimme im Glück. Über mir dieses fast schon beängstigend große weiße Hotelschloss, das in den schwarzen Nachthimmel ragt. Daneben ein Zitronenbaum, dessen Gelb so hell scheint wie das überdimensionale Gucci-Plakat auf der anderen Seite des Pools neben den Palmen

Ich weiß immer noch nicht, wie groß die Leinwand ist, die ich versuche auf meiner kleinen Handykamera festzuhalten. Kein einziges Foto hat diesen Ort einfangen können.

War ich wirklich da?

 

Fehle ich dir auch, Berlin?

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Ich möchte in einer Stadt leben, in der die Straßen Sunset Boulevard heißen, Palmenallee oder Strand.
Ich möchte aufs Gas drücken, immer geradeaus fahren, es sei denn, links der Weg heißt Paradies. Gibt es wirklich.

Ich möchte den lieben langen Tag nichts anderes machen. Fahren. Der Sonne entgegen, den Straßennamen nach, überprüfen, ob sie das halten, was sie versprechen.
Verdammt, das tue ich ja.
Ich bin doch schon hier.
Im Paradies. In L.A.
Und ich mache nichts anderes.
Ich bin allein.
Ich habe nichts.
Mir fehlt nichts.
L.A. reicht.

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Der fährt auch gerne Auto

Der fährt auch gerne Auto

 

Und dann denke ich an Berlin.
Was wohl die anderen zu Hause machen?
Ich telefoniere mit meiner Freundin Inna.
„Scheint in der Sonnenallee die Sonne?“
„Ja“, sagt sie.
„Jetzt?“
„Ja.“

Hier nicht mehr. In Los Angeles ist jetzt Nacht. Dunkel. Aber auf Neukölln scheint die Sonne.

In Gedanken bin ich in der Heimat: Inna wird sich gleich an der Ecke Pannierstraße ihren Kaffee holen, später bei „BBI“ mit Alina Burger essen und abends im „Tier“ einen Absacker trinken, flirten. Beim Späti noch ’n Sterni, draußen sitzen, schauen, wie lange die Sonnenallee an diesem Sommertag bis in die Nacht hinein scheint.
Verdammt. Berlin. Im Sommer.
Das werde ich dieses Jahr verpassen.
In der Sonnenallee scheint die Sonne. Auf dem Sunset Boulevard ist sie längst untergegangen.
Fehle ich dir auch, Berlin?

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Die Vergangenheit reist immer mit

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Ich bin so weit weg. Über 10 000 Kilometer. Es ist so lange her. Mehr als nur ein Jahr.

Und jetzt sitze ich hier auf einem Sonnendeck in Los Angeles.

Und du bist auch hier.

Du und die Geschichte, die wir geschrieben haben. Ich habe immer auf ein Ende gewartet. In Gedanken dazugedichtet, wegradiert, bis endlich das dasteht: Happy End. Schöne Storys habe ich mir ausgemalt. Ich könnte aus jeder eine Kolumne machen. 52 im Jahr.

Das, was immer noch geblieben ist, ist das hier. 52 Zeilen jede Woche in der B.Z. AM SONNTAG. Und natürlich hier.

Du bist sie, diese Kolumne. Du, der eine. Und er, der andere, der weniger als eine Zeile verdient hätte. Jetzt sitze ich hier, esse mein Granola-Müsli, trinke meinen Spinat-Shake und blicke über die ganze Stadt.

Freiheit. Loslassen. Durchatmen.

Ich könnte über all das Schöne hier schreiben. Über die neuen Möglichkeiten, neuen Perspektiven, neuen Männer. Mache ich ja auch. Doch plötzlich ein Piksen in meinem Herzen. Die Erinnerung. Du.

Der Spinat-Shake hilft da nicht.

Ich brauche keine Vitamine.

Freiheit. Loslassen. Durchatmen.

Wo und wann, wenn nicht jetzt und hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Ich setze mich ins Auto, Verdeck runter, Jefferson Airplane an. „Don’t You Want Somebody To Love?“ Ja, Mann.

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Ich fahre über den Sunset Boulevard. Bis die Sonne untergeht. Sunset. Jetzt ist sie weg, du bist noch da. Ein bisschen.

Es wird vielleicht immer so sein.

Es ist okay.

Denn ich bin da. In L.A..

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Heimat

 

„Saarschleife“ von Jean Claude Castor/ 030mm photography

 
Reisen ist das eine. Zurückkommen das andere. Jeder Seemann braucht seinen Heimathafen.

Bei mir ist das das Saarland.

Glück spüre ich, wenn ich unterwegs bin. Aber nur, weil ich weiß, dass es einen Ort gibt, an den ich immer wieder zurückkehren kann. Hierher nämlich. Egal, wie alt ich werde. Egal, wie weit ich fort war. Hier ist immer alles, wie es war. Hier ist immer alles, wie es sein muss.

Stillstand.

Wenn auch nur für einen kleinen Moment. Eben so lange, wie der Besuch in der Heimat dauert.

Alles auf null. Gescheiterte Liebe, die ist hier weit weg. Und wenn man sich in seinem alten Kinderzimmer doch daran erinnert, wirkt alles nur noch wie ein böser Traum. Aus dem man endlich erwacht.

Und außerdem seid ihr ja alle da. Ihr, die Liebeskummer 1, 2, 3, 4 miterlebt habt. Freunde. Familie.

Nummer 4 lässt mich nicht los.

Männer, die gegangen sind: ein paar.

Freunde, die geblieben sind: definitiv mehr.

  

Das ist doch eigentlich Liebe. Das, was überdauert. Die Menschen, die bleiben. Ihr.

Wenn ich euch ins Gesicht blicke, bleibt mein Herz kurz stehen, denn meine Welt bleibt stehen. Ich weiß: Alles geht vorbei. Die Männer, der Kummer, der ganze Mist. Aber ihr, ihr seid immer da. Nummer 4 – denke ich gerade gar nicht dran.

Jetzt kann ich wieder los. Aufgetankt. Die Welt darf sich wieder weiterdrehen. Denn ich bin geerdet, bereit zum Abheben. Auf nach Berlin. Auf in die Welt.

Saarland, ich komme zurück. Immer. Versprochen. Aber jetzt muss ich weg. Nummer 4 – vergessen. Zeit, Nummer 5 zu suchen. Denn die habe ich hier nicht gefunden. In der Heimat.

 

Fernweh. Unterwegssein ist mein Ankommen 


Manchmal ist das Leben einfach „Tschick“. Mein Lieblingsroman.

„Was, wenn wir einfach wegfahren, Lada klauen und ab?“, fragt Tschick seinen Freund Maik.

„Was, wenn wir einfach wegfahren, den kürzesten Weg ans Meer?“, frage ich meine Freundin Krisi, als ich nach meinem Mallorca-Urlaub Zwischenstation in meiner Heimat Saarland mache.

Immer noch Fernweh. Also auf nach Holland. Ich bin rastlos. Wie im Buch „On the Road“ von Jack Kerouac. Zweiter Lieblingsroman.

Ich finde es nicht schlimm, dass wir uns ständig verfahren, denn ich habe hier im Auto alles, was ich brauche: Krisi auf dem Fahrersitz, Biffy Clyro aus den Boxen.

Allet tschick.

Ich denke: Es geht gar nicht ums Ankommen. Sondern ums Unterwegssein. Alle kommen im Leben gerade an: Haus, Garten, Kind. Aber ehrlich, der Gedanke an ein Reihenhaus schnürt mir die Kehle zu.

Ich will in kein Reihenhaus mit Carport. Meine Augen sind größer als Berlin. Ich will die Welt sehen. Muss raus. Ans Meer.

Da. Holland. Ich falle vom Surfbrett, die Nordsee fängt mich auf. Abgetaucht. Schön. Krisi lacht. Doppelt schön.

Ende September geht’s wieder zum Wellenreiten. Nach Thailand. Immer fort.

Conclusio: Ich bin sehr wohl angekommen. Mein Ankommen heißt Unterwegssein. Ich bin immer dort angekommen, wo die Welle höher schlägt als mein Herz, meine Freunde lauter lachen als die grauen Gedanken in meinem Kopf Kanon singen.

Ich will immer als Tschick on the Road sein, immer eine Figur aus meinen Lieblingbüchern. Bis ich mein eigenes Buch schreibe. Ich habe ganz viele weiße Seiten vor mir. Unendlich schön.

Willkommen in meiner Villa Rosa

Habe auf Mallorca ein Haus gefunden, das meinen Namen trägt: Villa Rosa.

Haus am Meer hätte ich also schonmal. Fehlt  nur noch der Mann.

Ab 17 Uhr werden montags-sonntags übrigens rosarote Cocktails serviert.

Ich lade Euch herzlich in meine Villa Rosa ein. 

 

Handy aus, so geht Offline-Tinder 

 

Der Wanderer über dem Mittelmeer. Auf Mallorca halte ich Ausschau nach einem süssen Spanier

 
Manchmal kann man noch so weit reisen – mit dem Handy bleibt der Stress. Arbeitsstress, Altlasten und der ganz normale Alltagswahnsinn. Ich blicke über das weite Mittelmeer. Eine Woche Mallorca mit Mama.

Meine Gedanken sind aber noch in Berlin. Ich hätte gerne einen An- und Ausknopf. Wie beim Handy: Urlaub = Offline. Aber auch das klingelt ja, wann es will. Und ich krieg‘ es einfach nicht hin, es auszuschalten. Es könnte ja etwas Wichtiges sein.

E-Mail: Tagesplanung, TagesplanungNEU, TagesplanungNEUNEU.

Dank meiner ständigen Erreichbarkeit weiß ich immer, was ich im Büro verpasse.

Whatsappgruppe „Geschenk für Mary“: 98 ungelesene Nachrichten. Ist es denn wichtig, im August schon zu wissen, was man Ende September besorgen muss? Was genau, wird sicher in den nächsten 6436 Nachrichten besprochen. Lesen? Nein.

STATUS: URLAUB.

Tinder: Mario teilt einen Moment mit Dir – Sonnenuntergang Berlin. Mann, ich habe hier doch Sonnenuntergang am Meer.

Ich muss endlich dieses Handy weglegen. Warum gibt es auch fast überall WLAN? WLAN sollte im Urlaub verboten werden. Das beschließe ich spätestens jetzt.
Facebook: Mein Ex hat sein Profilbild geändert. Darunter ein Kommentar: „Oh, Ihr seid so ein süßes Paar. Viel Spaß auf Bali.“ Die Bildbeschreibung erspare ich Euch.

Mit mir war er nie auf Bali. Warum nicht? Kein Geld, zu heiß, zu weit.

Ich grüble schon wieder: Wenn man einen Partner hat, spielt man dann nicht lieber an ihm rum als an seinem Handy, um seinen Facebookstatus zu aktualisieren? Vor allem im paradiesischen Urlaub?

Urlaub = Offline! Ich habe keinen Partner, schalte das iPhone jetzt trotzdem aus. Das bleibt auch in den nächsten Tagen so.

Gut: Sonst hätte ich den süßen Spanier am dritten Abend wohl nicht gesehen vor lauter aufs Handy-Gestarre. 

 „Hola chico!“

Ich mache das Handy höchstens wieder an, um ein Selfie mit meinem Urlaubsflirt auf Facebook zu posten. 

…Nee, doch nicht. „Otras dos cervezas, por favor!“

Lieber weiter Offline-Tinder.