Ein Sommernachtstraum

 

Sommernachtstraum von Jean Claude Castor/ 030mm photography

 

Und obwohl so viele Jahre vergangen sind, sitzen wir abends auf dem Schulhof. Da, wo niemals morgen wird. Zumindest heute.

Sommernachtstraum.

Da, wo ich meinen ersten Freund kennengelernt habe. In der Theater-AG. Drinnen probten wir den „Sommernachtstraum“, draußen tobte er.

PREMIERE!

Erst auf der Bühne.

Dann jenseits der Bühne. Denn da fingen sie erst wirklich an, die kleinen und großen Premieren. Von denen wir mit 15 noch gar nicht wussten, wie laut ihr Applaus weitere 15 Jahre später noch in unseren Ohren hallen wird.

Hörst du auch immer noch die Rufe? „ZUGABE!“

► Die Schauplätze: Treppe. Raucherecke. Parkplatz.

► Die Protagonisten: Du, ich, wir.

► Die Handlung: Der erste Kuss, die erste Zigarette, das erste Bier.

► Das Fazit: Hach, bäh, läuft heute noch.

Auch dieser Sommer ist nun gegangen. Mal wieder. Aber wir bleiben noch. Mal wieder. Und mit uns diese Nächte, die gestern und heute niemals morgen werden.

15 sind wir schon lange nicht mehr. Werden wir auch nicht mehr. Aber das ist egal, solange wir die nächsten Sommer wieder hier sitzen werden.

In jedem Fall ein Bier trinken, ganz eventuell eine Zigarette rauchen und vielleicht sogar wieder jemanden küssen werden. Ich träume noch ein bisschen.

Schulhof 2015. Letzter Akt: Ein Kronkorken ploppt auf den Boden, jemand zündet sich eine letzte Kippe an. Zwei Menschen küssen sich.

Und ich höre leise: „ZUGABE!“

Sommernachtstraum.

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So sagt man sein Date nicht ab

 

Shame on me. Mütze auf, Entschuldigung raus: In Sachen Date-Absage bin ich noch schlimmer als der Mützenmann


Ich bin wie der Mützenmann. Der Typ, der mir per SMS die mieseste Date-Absage schickte. Als ich schon da war, im 289 Kilometer entfernten Hamburg. Um ihn zu sehen.
Bin noch Agentur“, schrieb er damals.

Wie dreist. Wie feige. Wie syntaktisch mangelhaft. Dachte ich.

Ist ja nicht so, dass ich nicht genügend Programmpunkte auf meiner Hamburg-Liste hatte. Er hätte ja einfach sagen können, dass er keine Lust hat. Easy. Als wäre ich dann verletzt gewesen. Wir kennen uns ja kaum.

Und was mache ich heute? Wie sage ich mein neues Date ab? Mit ihm. Dem Pferdeschwanz-Typen, der echt nett ist. Meine Absage toppt die des Mützenmannes. Die toppt alle miesesten Date-Absagen. Denn ich habe keine.

Wie dreist. Wie feige. Ich weiß. Naja, zumindest ist die Syntax nicht mangelhaft. Es gibt ja kaum eine.

Ich schiebe das Treffen von einem Tag auf den anderen. Dreimal. Es kommt immer etwas Wichtiges dazwischen: meine Freunde, meine Familie, meine Couch.

Die Sätze, die mir von Mützenmann und Co. geschickt worden sind, sende ich nun weiter. Copy and Paste. Quasi. An ihn. Den Pferdeschwanz-Typen, der echt nett ist. Aber nett reicht nicht. Und das habe ich mich nicht getraut zu sagen.

Stattdessen schreibe ich: „Hey, ich bin gerade mit Freunden aus. Was machst Du so…?“ Von Treffen keine Rede. Das Ende schön offen lassen. Mit drei Punkten. Denn es gibt kein Ende. Es sei denn ER setzt den EINEN Punkt. Tut er auch.

Tag drei. Er: „Du hättest ja einfach sagen können, dass Du keine Lust hast. Easy. Als wäre ich dann verletzt. Wir kennen uns ja kaum.“

Kommt mir bekannt vor…

Nee, ich bin nicht WIE der Mützenmann. Ich bin SCHLIMMER. Er hat wenigstens abgesagt. Ich nicht.

Frank-Walter Steinmeier ist mein Traummann

Soll mal noch einer sagen, ich sei wählerisch.

Mein Traummann muss ja nicht unbedingt ein Handwerker sein. Es kann auch der Musiker James Bay sein. Ein Romantiker. Mein neuester Crush.

Aktueller Ohrwurm: sein Trennungslied „Let it go“. Jetzt, wo er offensichtlich Single ist, könnte es mit uns etwas werden.
Mein Traummann sollte, klar, wie so ein Künstler eben ist, seinen Kopf in den Wolken haben. Ein Träumer. Aber trotzdem die Füße auf dem Boden. Heißt: Verdient er mit seinen Songs nix, dann Junge: such dir ’nen „richtigen“ Job! Schließlich willst du doch meine Familie ernähren.

Und mich – oder nich!?

Nimm dir ein Beispiel an Mark Zuckerberg. So jung, so reich. Aber leider so gar nicht sexy. Also weiter.

Er sollte sich mit Versicherungen und Steuererklärung auskennen. Mit Finanzen. Dem Stromzähler. Handytarifen. Arztrechnungen. Alles mit Zahlen eben. Das kann ich nicht. Also brauche ich auch einen Einstein. Graue Haare sind ja jetzt wieder in.

Er sollte außerdem Ansagen machen können. So wie Christian Bale, als er am Set einen Beleuchter zusammenstaucht.

Ich bin kein Beleuchter. Aber auch keine Leuchte. Gebildet sollte er daher auch sein: „Nein, Evelyn. Litauen und Lothringen ist nicht dasselbe.“ Als Außenminister wüsste man das. Ein bisschen Frank-Walter Steinmeier steckt also in jedem Traummann.

In der Sendung „Herzblatt“ käme jetzt Susis Stimme aus dem Off: „So, liebe Evelyn, jetzt musst du dich entscheiden.“ Ach, was soll’s, Susi, ich nehme alle.

Soll mal noch einer sagen, ich sei wählerisch.

Als ich mir mit Sex die Chance auf die Liebe versaute – mit Uno Junior

Die einen werden erwachsen und heiraten. Die anderen spielen auf der Hochzeit Kartenlegen. Mit „Uno junior“. Ein Tier-Kartenspiel mit Zahlen und Farben für Kinder.

Keine Ahnung, wie man es wirklich spielt. Wir spielen es so:
Zebra-Karte: „Es gibt im Leben nur Schwarz oder Weiß. Egal wie man sich entscheidet, man verliert immer das eine. Es gibt nie das Absolute. Mach halt einfach!“, spricht das Tier-Orakel aus mir. Das Leben ist ein Kinderspiel. Bis jetzt. Es geht FSK 18 weiter.

„Wann habe ich das nächste Mal Sex?“ Zu viel Liebe liegt in der Luft, neben mir sitzt ein hübscher Kerl, die Frage plumpst einfach raus, und ich ziehe den Joker: alle Farben! Mir stehen laut Expertenrunde alle Türen offen. Applaus und Gebrüll von Panther, Tiger und Co..

„Werde ich dieses Jahr meine Traumfrau treffen?“, fragt der hübsche „Uno“-Kollege. Stille. Alle Tiger k.o.. Er zieht ein Nilpferd mit der Ziffer 9. Expertenrunde: Im September trifft er sie.

Ich bin das Nilpferd! Denn ich habe das „Uno junior“-Orakel belogen. Seine Frage wäre meine gewesen. Glück verspielt?

Ich habe mich aufgeplustert wie es in der Tierwelt so üblich ist. Balztanz. Imponiergehabe. Statt zu gefallen, bin ich jetzt umgefallen: Bauchklatscher. Ich bin eben doch nur das ungeschickte Flusspferd. Nach dem Baden geht’s mit warmen Socken statt dem Nächstbesten ins Bett.

Ich höre das Zebra in mir, setze alles – statt auf eine Karte – auf ein Kartenspiel: Die „Uno deluxe“-Version! Im September ist keine Hochzeit, dafür der Geburtstag des „Uno“-Kollegen. Und ich habe das perfekte Geschenk.

Glück verspielt? Meine Orakel-Karte war ja bunt. Alle Farben. Alles möglich.

Und dann stelle ich die richtige Frage. Dem Orakel und dem „Uno“-Kollegen.

Dunkler Jägi, dunkle Typen, dunkle Bar – und ich seh‘ klar

 Ja, er hat sich wieder gemeldet. Er hat sich entschuldigt, der Mützenmann.

Dafür, dass ich 295 Kilometer nach Hamburg gefahren bin, um ihn zu sehen, war seine Absage kurz:„Bin noch Agentur“, schrieb er, als ich schon da war. Satz ohne Subjekt. Es folgt eine Erklärung ohne Erklärung:

„Es gab ’n bisschen Gründe“, schreibt er am nächsten Nachmittag. Aha.

Um es mit den Worten meiner Freundin Alina auszudrücken: „Der Typ gehört ins Hafenbecken und wir in eine Metalkneipe“. Gesagt, getan. Ich ignoriere den 100-Zeilen-Lösungsschlüssel zu seiner Ode an die neue Grammatik, den er hinterherschickt, widme mich stattdessen der lyrischen Abendgestaltung in zwei Strophen mit wechselndem Metrum: Jägermeister, Pils in der Metalkneipe.

Walla-Mähne statt Mütze, Tresen statt Agentur. Alles ist so dunkel hier: die Shirts, die gefärbten Haare, der Kräuterschnaps. Wir tauchen ein in ein verrauchtes Meer aus Schwarz. Und ich sehe endlich klar. Irgendwann zwischen „Destroy everything“ von Hatebreed und „Zehn kleine Jägermeister“ von den Toten Hosen sage ich zu Alina:

„Je kürzer die SMS eines Mannes desto geringer sein Interesse. Je länger die Entschuldigung desto größer das schlechte Gewissen.“

Alina in der Sprache des Mützenmanns: „Je mehr denkst, desto kürzer Spaß.“ Die Ode auf Hamburg und den Mützenmann endet hier. Wie so oft: ohne Reim. Die Ode auf den Kräuterschnaps beginnt.

Es muss sich nicht immer alles reimen, es ergibt ja auch nicht immer alles einen Sinn.

Mein Trip nach Hamburg war keine Warm-up-Party für meine Flitterwochen, sondern ein Ausflug in das kleine SMS-1×1 des Mannes.

Drei Freundinnen und ein Dating-Plan

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Ich schnüre mir meine Sportschuhe zu, und dann geht es los. Die Vergangenheit ist hinter mir, die kenne ich. Ich will wissen, was vor mir liegt.

Startschuss: Der Dating-Marathon beginnt. Da ich aber überhaupt nicht weiß, wie ich mich darauf vorbereiten soll, brauche ich einen Coach. Was für ein Glück, ich habe gleich zwei: meine Freundinnen Alina und Inna.

Alina: Du kannst nicht einfach drauflos laufen. Du musst wählerisch sein, und erstmal wissen, was für einen Typen du jetzt brauchst. Den Tröster? Das pure Abenteuer? Den coolen Kumpel?
Inna: Quatsch, lauf‘ einfach los, und der erstbeste, dem du in die Arme fällst, der ist es dann.
Alina: Oder so.

Die Coaches entscheiden sich für den ersten Kurzstreckenlauf durch Berlin: in Mitte findet Evelyn ’ne Schnitte. So meinen sie. Und sie haben recht. Herzrasen gleich in der ersten Bar. Er ist der Typ Christian Bale. Und macht mir Angst. Die geballten 1,83 Meter aus Batman und Bateman sind zu groß für mich.

Ich kann ihn nicht ansprechen. Schnappatmung. Er ist definitiv Typ Abenteuer! Und ich bin wohl eher Typ „ein Schritt nach dem anderen“.

Ich falle in die Arme von Alina und Inna. Sie feuerten mich an als Coaches, dann fangen sie mich auf als Freundinnen. Jetzt sind wir alle aus der Puste. Ein Wort überholt das nächste. Debatte: mein Trainingsplan. Ja, ich finde auch über den sollten wir nochmal reden, bevor ihr mich ins nächste Rennen schickt. Ich gehe heute mit einem Trostpreis nach Hause: Muskelkater. Nicht in den Beinen, im Bauch. Vom Lachen.

Die Abende mit Euch sind die besten, auch ohne Männer. Oder gerade deswegen.

Endlich! Eine Antwort auf diese eine Frage: WARUM?



Warum gibt es immer ein Ende? Dann müssen wir doch gar nicht erst mit etwas anfangen.

Dieser August-Ausflug an den Müggelsee – warum ging der noch mal zu Ende?

Dieses endliche Telefonat nach dem unendlich langen Arbeitstag, bei dem wir so lachten – warum haben wir aufgelegt?

Diese Frau, die du toller findest als mich, warum musstest du sie treffen?

„Warum?“ ist die Kinderfrage, die mit uns zur Welt kam. Und wir werden vor ihr sterben.

Um nicht an ihr zu zerbrechen, flüchten wir uns in Ausreden:

Wir hatten keine Wahl, der Herbst entschied zu kommen, und wir und der August mussten eben gehen. Hmm, vielleicht.

Wir legten auf, da uns in wenigen Stunden ein noch längerer Arbeitstag erwartete. Toll.

Ich hab zu dir voreilig „Bis bald“ gesagt, sie zu dir eben blitzschnell „Hallo“. Und 1+1 ergibt eben 2. Logisch?

Ist das schon Mathematik oder kann das weg?

Bereits in der Schule konnte mir niemand die „Warum-Fragen“ beantworten. Also bin ich Journalistin geworden, um andere damit zu löchern. Bisher ohne Erfolg.

Vielleicht sind die Antworten auf dieses kleine „Warum?“ einfach viel zu groß, als dass wir sie je begreifen könnten.

Wie damals in Mathe.

Also machen wir es doch wie in der Klausur. Wenn wir die Lösung nicht wissen, schreiben wir sie ab. Verstehen tun wir nichts, aber wir haben eine „2“. Also alles „gut“?

Nicht ganz. Von der unverständlichen Welt der Zahlen flüchte ich mich weiter in die Welt der Worte:

Es gibt nie ein Ende, immer nur einen neuen Anfang.
Warum? Einfach darum.

Ein T-Shirt voller Erinnerungen

Er wollte sein Shirt zurück haben, aber ich habe es ihm nicht gegeben.

Es ist doch alles, was ich noch von ihm habe. Ich schnüffle daran, es riecht immer noch nach ihm.

Ein Band-Shirt mit zwölf verwaschenen Buchstaben. Das „A“ von „Alexisonfire“ ist schon fast weg. „A“ steht am Anfang und für den Anfang. Das „E“ erkenne ich noch. „E“ steht am Ende und jetzt auch für das Ende. Dazwischen liegen:

L: Liebe. Vier Jahre lang.

E: Ehe. Die sollte kommen.

X: Ein Satz mit x, er könnte lauten: Daraus wurde nix.

I: Irre viel Quatsch machen.

S: Sex.

O: Ouzo trinken. Eigentlich eher Whiskey-Cola. Aber ein W taucht hier nicht auf.

N: Nudeln. Zu jeder Tages- und Nachtzeit.

F: Faulenzen. Den ganzen Sonntag lang. „Death Proof“, „State of Mind“,  „Donnie Darko“ gucken, Fanta trinken.

I: Immer. Wir für immer. Immer zusammen in derselben Position einschlafen: zur Seite legen, Beine anwinkeln, ranrutschen, Beine verkeilen. Immer zusammen träumen, immer zusammen wieder aufwachen. Immer, immer.

R: Reden. Über alles. Gegen Ende immer mehr über Probleme. Und dann am Schluss: gar nicht mehr.

Ein verwaschenes Bandshirt in meiner Hand. Ich ziehe es ein letztes Mal über. Verwaschene Erinnerungen sind jetzt Perwoll-bunt, da, klar und nah.

Ich trage es den ganzen Tag. Und in der Nacht. Mit angewinkelten Beinen, alleine, ohne Träume.

Am nächsten Morgen packe ich es in den Karton und schicke es ihm. Diesmal an die richtige Adresse.

Jetzt riecht unsere Vergangenheit nach mir, und ich sende sie Dir. 

Was die SMS vom Ex wirklich bedeutet

Er hat geschrieben. Ich habe geantwortet.

Wie es mir geht, wollte er neulich wissen. Ob wir uns wiedersehen konterte ich mit einer Gegenfrage.

Seine Antwort: zäh! Man kann Sätze bilden, die keine sind. Die lauten dann so: „Viel um die Ohren…“, „gerade schlecht…“.

Drei Punkte am Ende der Wortkette machen einen Satz nicht vollständig. Sie lassen aber auch keinen Spielraum für Interpretationen. Zwischen den Punkten lesen: Er hat keinen Bock. Dazu braucht man kein Germanistikstudium und kein Psychologieseminar. Er will sich nicht treffen. Hinter dieser Feststellung stehen keine drei Punkte, sondern einer. Und der ist ganz fett und DEUTLICH.

Warum schreibt er dann?

„Hast Du noch mein Alexisonfire-T-Shirt?“, rückt er schließlich raus.

Ach ja, die Vergangenheit, die als Päckchen zu mir zurückkam.

„Empfänger nicht ausfindig zu machen“ stand auf dem Karton, in dem ich seine Sachen und meine Erinnerungen an ihn zurückschickte. Doch an die falsche Adresse. Er ist umgezogen.

Neuanfang. Ohne mich.

Die Vergangenheit zog kurzerhand wieder bei mir ein. Ich hatte mich schon fast wieder an sie gewöhnt. Und jetzt will sie doch fort.

Wie es mir geht, wollte er in seiner ersten Nachricht wissen. Jetzt will er mein letztes Hemd, das ich von ihm habe. Mein letztes bisschen ER in meiner kleinen Welt, die sich ohne ihn nicht weiterdreht.

Kein Neuanfang. Alles ohne ihn.

Ich schnuppere an dem Shirt. Es riecht immer noch immer nach ihm. Die Antwort auf seine ursprüngliche Frage bleibe ich ihm schuldig. Beschissen.

Drei Worte, aber die falschen Buchstaben

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Drei Worte, die mir das Blut in den Kopf steigen und das Handy aus der Hand fallen lassen.

So banal, so unpersönlich, so nichtssagend. Und doch bedeuten sie in diesem Moment die Welt für mich.

„Hi, wie geht’s?“, schreibt er, DER EINE.

Allmählich setzen sich die Buchstaben in meinem Kopf zu einem Satz zusammen, ergeben einen Zusammenhang. „Hi“ ist ein Anfang, der gerade unser Ende durchbricht, es für einen kurzen Augenblick außer acht lässt. ER ist wieder da.

Wenn auch nur leise mit einem „Kling“, einer Nachricht auf meinem iPhone, statt mit einem lauten „HEY, ICH BIN ZURÜCK“ an meiner Tür. Wenn auch nur vom leuchtenden Display, scheint dieser Moment gerade heller als jeder Sternenhimmel funkeln kann.

Glück. In einem Wort kann ich das ausdrücken, was seine drei Wörter in mir auslösen. Und doch reicht das ganze Alphabet nicht aus, um zu beschreiben, was dieses Glück für mich bedeutet. Ich schwebe.

Schnell mal wieder runterkommen. Es sind nur drei Worte. Und die sind die falschen drei. Ich kenne auch andere drei. Und die bedeuten alles.

Ich liebe dich.

Völlig andere Anordnung der  Buchstaben. Diese hier tippt er nicht. Ich auch nicht. Ich fühle sie aber. Und lege das Handy weg. Morgen, ich kann morgen zurückschreiben. Irgendetwas zwischen „Hi, wie geht’s?“ und „Ich liebe Dich“.

„Hi, wie geht’s“ ist ein Anfang. „Ich liebe Dich“ ist das Ende.

Vielleicht ja doch noch UNSER Ende.

„Vielleicht“ ist ein Wort. „Ja“ aber auch. Ich bin optimistisch: JA, wir werden unser Happy End noch bekommen!

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