Die Liebe ist nicht da, um zu lieben

„Der ist kaputt, kann ich den zurückgeben? Ich hätte gerne alles einmal neu. Das Komplettpaket.“

Sie über ihn: „Er sieht mich nicht mehr, regt mich auf, nimmt mir die Luft zum Atmen. Er ist immer überall. Neben mir, vor mir, im Weg. Nur, wenn ich ihn brauche, ist er nicht da. Er macht mich nicht mehr glücklich. Ich hätte gerne alles neu. Alles auf Anfang. Mehr verliebt statt Alltag. Er checkt’s nicht. Er muss das doch merken.“

Schon hart, wenn man alles hat, alles läuft und alles für selbstverständlich nimmt. Selbst ihn. Seine Liebe.

Die Liebe würde meckern, sie, die Frau, im Gegenzug fragen: „Aber was machst du? Machst du ihn glücklich? Willst du ihn überhaupt glücklich machen? Er ist nicht kaputt. Er muss nicht neu. Er ist kein Küchengerät, geparkt zwischen Milchaufschäumer und Thermomix oberhalb der Einmachgläser, wo du seit Jahren neben Johannisbeergelee seine Bedürfnisse konservierst. Er ist nicht darauf programmiert, dich glücklich zu machen. Aber du, du könntest hin und wieder etwas netter zu ihm sein. Ihm das geben, was du vermisst. Ihn glücklich machen.“

Aber die Liebe meckert ja nicht. Liebe fragt nicht, sondern antwortet. Schon bald. Wenn sie, die Frau, nicht aufhört zu wollen, sondern endlich anfängt zu geben.

Die Liebe ist nicht da, um zu lieben. Die Liebe ist da, um geliebt zu werden.

Advertisements

Irgendwie… Liebe

Immer dieses Verlieben und Entlieben. Zusammenziehen, um dann doch wieder auszuziehen.

Langsam verstehe ich die Paare, die zusammen sind, damit sie zusammen sind. Damit halt jemand da ist. Pflaster gegen die Einsamkeit.

Ist vielleicht keine Liebe zunächt, aber irgendwann haben sie auch aufgehört danach zu suchen, nach der Liebe. Aufgehört, sie zu vermissen, aufgehört sich zu fragen, was das eigentlich ist. Stattdessen angefangen zu leben.

Denn dann kam das Haus (geerbt, „praktisch“). Dann der feste Job (unbefristet, „was will man mehr?“), dann das Kind (ja, das ist immer Liebe). Im April nach der Gehaltserhöhung gab’s den Kombi, damit geht es jeden Juni ins Fe­ri­en­haus der El­tern an die Ost­see – wie jetzt. Und im Dezember da kommt auch schon das zweite Kind. Leila.

Läuft. Irgendwie. Aber es läuft. Wie der neue Kombi. VW Passat Variant in graublau.

Und das Leben ist so voll gepackt mit Aufstehen, Kita, Kochen, Blockflöte, schlafen, endlich schlafen, dass man für so ’n Firlefanz wie die Philosophie der Liebe über wer da noch hätte kommen können, wohin man noch mit dem alten Polo hätte fahren können (weiter als bis an die Ostsse) gar keinen Platz im Kopf hat.

Alles vollgepackt. Wie der neue Passat. Und schon sind alle angeschnallt, die Käsestullen sind in der Brotbox (für Papa Salami), Mama hält die Straßenkarte („sicher ist sicher“) und dann geht’s zu Oma nach Ahrenshoop.

Am 30. Juni geht’s zurück. In das Haus in Schmöckwitz. Der See ist in der Nähe. Und irgendwie ist das alles schon ganz nice.

Irgendwie…. Liebe.

Was ist Liebe?

Leute, es ist soweit. 

Über ein Jahr lang habe ich die Liebe gesucht. Herausgekommen ist ein achtteiliges Multimedia-Projekt, das in den nächsten Tagen in BILD, auf www.bild.de und in der B.Z. Am Sonntag erscheinen soll.

Spread the love und zählt mit mir den Countdown zum Valentinstag.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch bald erwartet.

Die Liebe erklärt in Zahlen

  

21 Tage sind vergangen, 23 Stunden, 30 Minuten und 17 Sekunden, seitdem ich ihn wiedergesehen habe. Das 1. Wiedersehen mit dem Ex.

60 Herzschläge pro Minute wurden zu 120, als ich in seine Augen geschaut habe. 4444 Endorphine wurden ausgeschüttet, als ich 3 kleine Lachfalten um seine Augen zählte.

Seitdem warte ich auf den 1 Anruf. Den 1 Anruf, der aus 1 Ende 1 Neuanfang macht. Aus 2 eine 1. 1 Nachricht tut es auch.

In meiner Wartezeit poste ich 7 Instagram-Lächel-Selfies mit rot geschminkten Lippen, die sagen sollen, dass ich genau das nicht tue: warten. Rufe 4 mal meine Freundin und 3 mal meinen Papa an. Die können mir auch nicht helfen. Ich müsse weiter warten. Also poste ich. Foto Nummer 8. Diesmal Kussmund. Vielleicht sieht er es ja und gibt mir 1 Kuss zurück. Oder wenigstens 1 Like.

Ich halte mich selbst nicht mehr aus. Bevor ich mein 9. Foto mit Lana-del-Rey-Blick in sepia #melancholia hochlade, mache ich mir 200 Gramm Schokobrei. 850 Kalorien. Mist.

Ich laufe 5 Runden und bleibe danach 60 Minuten in der 35-Grad-Badewanne liegen. Höre in Dauerschleife „Call Me Maybe“ von Carly Rae Jepsen. Also ungefähr 325 mal. Auch nach dem 326. Mal hat er nicht angerufen. Nicht geschrieben.

Das Wiedersehen war doch nur 1 einziger kleiner Augenblick. Der 1 unendlich große Zahlen-Lawine ausgelöst hat. Dabei kann man Liebe doch gar nicht in Zahlen erklären. Dachte ich.

Ich spüle mir den Ohrwurm aus dem Gehörgang, steige aus der Wanne. Schaue nicht mehr auf mein Handy. Ganze 22 Minuten.

Ist das nicht schön? Nein, das ist Liebe

 

Man wartet auf diesen einen Moment, und ist er dann da, ist er ganz anders als man sich ihn inmer vorgestellt hatte


Tausendmal habe ich mir ausgemalt, wie es wohl sein wird.Wie es wohl sein wird, wenn ich dich wiedersehe.
Wann wird es sein? Wo wird es sein? Wie wird es sein?

Ich werde dir sagen, dass du mir mein kleines Herz gebrochen hast. Ich werde dich verfluchen, dass du mich einfach hast liegenlassen, als es mir schlecht ging. Als ich kaputt war, wie ein Spielzeug, das nicht mehr funktioniert. Dabei hätten es neue Batterien getan. Aber du wählst gleich die neue Frau. Ist einfacher.

Oder ich werde nichts sagen, die Kühle mimen, dich keines Blickes würdigen, dir bloß nicht zeigen, dass ich dir je die Macht gegeben habe, mich zu verletzen. Ich will die Stärkere sein. Wenigstens dann, in diesem Moment.

Da ist er. Jetzt: der Moment. Und alles ist anders als gedacht. Unvorhergesehen. Unvorbereitet.

Und? Einfach nur schön.

Du stehst vor mir. Und wir beide lachen. Herzlich, herzhaft. Und alles ist gut. Alles ist so, wie es früher war, wie es immer hätte sein sollen. Du hast die Gabe, dass ich mich gut fühle. Ich mich durch dich so sehr wie ich selbst fühle, dass ich mich kaum wiedererkenne.

Jetzt, in diesem Moment. Da fühle ich mich wieder stark. Durch dich. Einfach dadurch, dass du mich ansiehst, ich dich ansehe, ich deine kleinen Lachfalten zähle, ich mich freue, dass du dich freust. Weil du mich gerade anblickst. Jetzt, in diesem Moment.

Ist das nicht schön?

Und ist das nicht Glück? Nein, besser noch, das ist Liebe. Das bist du. Und ich. Wir eben. So einfach. Einfach schön. Jetzt, in diesem Moment. Wenigstens das.

Soooo lieb habe ich meine Mama!

Zu Muttertag habe ich Frederik, Leo, Charlotte, Alva und Julius (4 und 5 Jahre alt) im Video gefragt, warum ihre Mama die allerbeste ist.

Und sie haben mir gezeigt, wie lieb sie ihre Mami haben. Nämlich sooooooooo lieb.

Anschauen! Teilen!

❤ An alle Mamas: Alles Liebe zum Muttertag! ❤